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Mounjaro Nebenwirkungen

Wirkstoff: Tirzepatid

Diese Seite wurde von
Dr. Nicolette Lammers geprüft. 

Mögliche Nebenwirkungen von Mounjaro

Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Bei akuten, schweren Beschwerden suchen Sie sofort medizinische Hilfe. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, Ihre Apotheke oder das medizinische Fachpersonal.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) mit starken, nicht abklingenden Bauch- und Rückenschmerzen. Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn Sie solche Symptome bemerken.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Schwere allergische Reaktionen (z. B. anaphylaktische Reaktion, Angioödem). Suchen Sie sofort medizinische Hilfe und informieren Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Sie Atemprobleme oder plötzliche Schwellungen von Lippen, Zunge oder Rachen mit Schluckbeschwerden und schnellem Herzschlag bemerken.

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Magen- oder Bauchschmerzen (berichtet unter Gewichtsmanagement sowie bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes)
  • Erbrechen (berichtet unter Gewichtsmanagement sowie bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes)
  • Verstopfung (berichtet unter Gewichtsmanagement)

Diese Beschwerden sind in der Regel nicht schwerwiegend. Übelkeit, Durchfall und Erbrechen treten am häufigsten zu Beginn der Behandlung auf und nehmen bei vielen Behandelten mit der Zeit ab.

  • Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Anwendung zusammen mit Arzneimitteln, die einen Sulfonylharnstoff und oder Insulin enthalten.

Symptome eines niedrigen Blutzuckers können Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und Schwitzen sein. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt erklärt Ihnen, wie Sie niedrigen Blutzucker behandeln.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Kombination mit Metformin und einem SGLT2-Inhibitor (Typ-2-Diabetes)
  • Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Kombination mit Metformin (Kinder und Jugendliche mit Typ-2-Diabetes)
  • Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit), z. B. Hautausschlag, Juckreiz, Ekzeme
  • Schwindel (berichtet unter Gewichtsmanagement)
  • Niedriger Blutdruck (berichtet unter Gewichtsmanagement)
  • Verringerter Appetit (berichtet bei Typ-2-Diabetes)
  • Magen- oder Bauchschmerzen (berichtet bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes)
  • Erbrechen (berichtet bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes), nimmt häufig mit der Zeit ab
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
  • Verstopfung (berichtet bei Typ-2-Diabetes)
  • Geblähter Bauch
  • Aufstoßen
  • Blähungen
  • Reflux oder Sodbrennen (GERD)
  • Haarausfall (berichtet unter Gewichtsmanagement)
  • Müdigkeit
  • Reaktionen an der Injektionsstelle, z. B. Juckreiz oder Rötung
  • Schneller Puls
  • Erhöhte Werte von Pankreasenzymen (z. B. Lipase, Amylase) im Blut
  • Erhöhte Calcitonin-Werte im Blut (berichtet unter Gewichtsmanagement)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) bei Kombination mit Metformin (Erwachsene mit Typ-2-Diabetes)
  • Gallensteine
  • Entzündung der Gallenblase
  • Gewichtsverlust (berichtet bei Typ-2-Diabetes)
  • Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Erhöhte Calcitonin-Werte im Blut (berichtet bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes oder bei obstruktiver Schlafapnoe im Zusammenhang mit Adipositas)
  • Veränderter Geschmackssinn
  • Veränderung des Hautempfindens
  • Verzögerte Magenentleerung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nebenwirkungen von Mounjaro

Die folgenden Fragen greifen typische Suchanfragen zu Mounjaro Nebenwirkungen auf. Inhalte zu Häufigkeiten und Warnzeichen entsprechen der Gebrauchsinformation. Wenn Beschwerden neu, stark oder anhaltend sind, lassen Sie das ärztlich abklären.

Nebenwirkungen Überblick

Sehr häufig genannt werden Übelkeit und Durchfall. Zusätzlich wurden Magen-(Bauch-)Schmerzen, Erbrechen und Verstopfung sehr häufig bei Patienten berichtet, die im Rahmen des Gewichtsmanagements behandelt wurden. Sehr häufig kann außerdem niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) auftreten, wenn Tirzepatid zusammen mit Arzneimitteln angewendet wird, die einen Sulfonylharnstoff und/oder Insulin enthalten.

Häufig genannt werden unter anderem Verdauungsstörungen, geblähter Bauch, Aufstoßen, Blähungen, Reflux oder Sodbrennen, Müdigkeit, Reaktionen an der Injektionsstelle, schneller Puls sowie erhöhte Werte von Pankreasenzymen. Häufig werden außerdem bestimmte Formen von Unterzuckerung beschrieben, abhängig von der Begleitmedikation.

Gelegentlich werden unter anderem Gallensteine, Entzündungen der Gallenblase, Schmerzen an der Injektionsstelle, veränderter Geschmackssinn und bestimmte Formen von Unterzuckerung (je nach Kombination mit Metformin) genannt.

Warnzeichen und sofortige Hilfe

Als Warnzeichen werden starke, nicht abklingende Bauch- und Rückenschmerzen genannt. Bei solchen Symptomen sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Genannt werden Atemprobleme sowie plötzliche Schwellungen der Lippen, der Zunge und/oder des Rachens mit Schluckbeschwerden und schnellem Herzschlag. In diesem Fall sollten Sie sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Unterzuckerung und Blutzucker

Unterzuckerung wird in mehreren Häufigkeitskategorien beschrieben, abhängig davon, welche Diabetes-Arzneimittel zusätzlich angewendet werden: sehr häufig bei Kombination mit Sulfonylharnstoff und/oder Insulin, häufig bei Kombination mit Metformin und einem SGLT2-Inhibitor, gelegentlich bei Kombination mit Metformin.

Genannt werden Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hungergefühl, Verwirrtheit, Reizbarkeit, schneller Herzschlag und Schwitzen. Ihr Arzt sollte Ihnen sagen, wie Sie niedrigen Blutzucker behandeln können.

Häufige Beschwerden im Alltag

Laut Gebrauchsinformation treten Übelkeit, Durchfall und Erbrechen am häufigsten zu Beginn der Behandlung mit Tirzepatid auf und nehmen bei den meisten Patienten mit der Zeit ab.

Reflux oder Sodbrennen (GERD) wird als häufige Nebenwirkung genannt. Dazu wird erläutert, dass es sich um eine Krankheit handelt, die durch Magensäure verursacht wird, die vom Magen in die Speiseröhre gelangt.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Das gilt auch, wenn Beschwerden länger anhalten oder Sie stark belasten.

Anwendung und Umgang

Wenn Sie vergessen haben, eine Dosis zu injizieren und

  • wenn es 4 Tage oder weniger her ist, seit Sie Mounjaro hätten anwenden sollen, holen Sie die Injektion nach, sobald Sie dies bemerkt haben. Injizieren Sie dann Ihre nächste Dosis wie gewohnt an Ihrem geplanten Anwendungstag.
  • wenn es mehr als 4 Tage her ist, seit Sie Mounjaro hätten anwenden sollen, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Injizieren Sie dann Ihre nächste Dosis wie gewohnt an Ihrem geplanten Anwendungstag.

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Der Zeitraum zwischen zwei Anwendungen muss mindestens 3 Tage betragen.

Brechen Sie die Behandlung mit Mounjaro nicht ab, ohne zuvor mit Ihrem Arzt zu sprechen. Wenn Sie Typ-2-Diabetes haben, kann Ihr Blutzucker ansteigen, wenn Sie die Behandlung abbrechen.

Verkehrstüchtigkeit

Wenn Sie Tirzepatid zusammen mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin anwenden, besteht ein Risiko für niedrigen Blutzucker. Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie Anzeichen eines niedrigen Blutzuckers bemerken.

Nebenwirkungen melden

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Deutschland
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3
D-53175 Bonn
Website: http://www.bfarm.de
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Quellen

  1. European Medicines Agency (EMA). Mounjaro (INN: tirzepatide): EPAR – Product Information (SmPC und Packungsbeilage, DE, PDF). Dokument.
  2. PatientenInfo-Service. Mounjaro (Tirzepatid) Dosis KwikPen: Gebrauchsinformation (Information für Patientinnen und Patienten). Seite.
  3. U.S. Food and Drug Administration (FDA). Mounjaro (tirzepatide) injection: Prescribing Information (Label, PDF). Dokument.

Hinweis zum Nebenwirkungsabschnitt: Die Inhalte im Abschnitt „Mögliche Nebenwirkungen von Mounjaro“ wurden aus der Gebrauchsinformation übernommen und redaktionell nur hinsichtlich Formatierung (Überschriften, Listen) angepasst.

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