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Mysimba Nebenwirkungen

Wirkstoff: Naltrexon und Bupropion

Diese Seite wurde von
Dr. Nicolette Lammers geprüft. 

Mögliche Nebenwirkungen von Mysimba

Die richtige Anwendung und Dosierung von Mysimba ist wichtig. Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Auf dieser Seite finden Sie die Angaben zu möglichen Mysimba Nebenwirkungen aus der Gebrauchsinformation sowie Hinweise, was bei Warnzeichen zu tun ist.
Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Bei akuten, schweren Beschwerden suchen Sie sofort medizinische Hilfe. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker, falls Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:

  • Suizidale Gedanken oder Depression
    Die Häufigkeit der Nebenwirkungen Suizidversuche, suizidales Verhalten, suizidale Gedanken und Depression ist nicht bekannt und ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die Mysimba nehmen, nicht abschätzbar.
    Es hat Berichte von Depression, suizidalen Gedanken und Suizidversuchen während der Behandlung mit Mysimba gegeben. Falls Sie darüber nachdenken, sich selbst zu verletzen, oder andere Besorgnis erregende Gedanken haben oder falls Sie sich depressiv fühlen und bemerken, dass es Ihnen schlechter geht oder bei Ihnen neue Symptome auftreten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder gehen Sie sofort in ein Krankenhaus.
  • Krampfanfälle (epileptische Anfälle)
    Selten – kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen, die Mysimba mit einem Risiko für Krampfanfälle einnehmen.
    Symptome von Krampfanfällen sind z. B. Konvulsionen und üblicherweise Verlust des Bewusstseins. Wenn jemand einen Krampfanfall hatte, ist er danach möglicherweise verwirrt und hat keine Erinnerung daran, was passiert ist. Krampfanfälle sind wahrscheinlicher, wenn Sie zu viel einnehmen, wenn Sie einige andere Arzneimittel einnehmen oder ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle haben (siehe Abschnitt 2).
  • Erythema multiforme und Stevens-Johnson-Syndrom
    Nicht bekannt – die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die Mysimba nehmen, nicht abschätzbar.
    Erythema multiforme ist eine schwerwiegende Erkrankung der Haut, die den Mund und andere Körperteile betreffen kann. Dabei treten rote, meist juckende Stellen beginnend an den Gliedmaßen auf. Das Stevens-Johnson-Syndrom ist eine seltene Hauterkrankung, bei der schwere Blasenbildungen und Blutungen auf den Lippen, Augen, dem Mund, der Nase und den Genitalien auftreten.
  • Rhabdomyolyse
    Nicht bekannt – die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die Mysimba nehmen, nicht abschätzbar.
    Rhabdomyolyse ist ein anomaler Abbau von Muskelgewebe, was zu Nierenproblemen führen kann. Zu den Symptomen gehören schwerwiegende Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen oder Muskelschwäche.
  • Lupus-Hautausschlag oder Verschlimmerung von Lupus-Symptomen
    Nicht bekannt – die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten über Personen, die Mysimba nehmen, nicht abschätzbar.
    Lupus ist eine Störung des Immunsystems, die die Haut und andere Organe betrifft. Wenn bei Ihnen während der Einnahme von Mysimba Lupus-Schübe, -Hautausschläge oder -Läsionen (insbesondere in Bereichen, die der Sonne ausgesetzt sind) auftreten, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, da in diesem Fall die Behandlung unter Umständen beendet werden muss.

Andere mögliche Nebenwirkungen sind

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Übelkeit, Erbrechen
  • Verstopfung
  • Kopfschmerzen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Angst
  • Schwindel oder Drehschwindel
  • sich „wacklig“ fühlen (Tremor)
  • Schlafstörungen (stellen Sie sicher, dass Sie Mysimba nicht kurz vor der Schlafenszeit einnehmen)
  • verändertes Geschmacksempfinden (Geschmacksstörung), Mundtrockenheit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gefühl der Müdigkeit (Fatigue) und Schläfrigkeit, Benommenheit oder Mangel an Energie (Lethargie)
  • Klingeln in den Ohren (Tinnitus)
  • schneller oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Hitzewallungen
  • erhöhter Blutdruck
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Bauchschmerzen
  • übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
  • Ausschlag, Juckreiz (Pruritus)
  • Haarausfall (Alopezie)
  • Reizbarkeit
  • Gefühl der Zerfahrenheit

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Überempfindlichkeit
  • ungewöhnliche Träume
  • Nervosität, sich „weggetreten“ fühlen, Spannung, Unruhe, Stimmungsschwankungen
  • Zittern des Kopfes oder eines Gliedes, das sich verschlimmert, wenn Sie versuchen, eine bestimmte Funktion auszuführen (Intentionstremor)
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Gedächtnisschwund (Amnesie)
  • Kribbeln oder Taubheit der Hände oder Füße
  • Reisekrankheit
  • Aufstoßen
  • Bauchbeschwerden
  • Verdauungsprobleme
  • Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis)
  • erhöhtes Kreatinin im Blut (Hinweis auf Verlust der Nierenfunktion)
  • Erhöhte Leberenzyme und Bilirubinwerte, Lebererkrankungen
  • Probleme, eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten
  • Krankheitsgefühl, Schwäche (Asthenie)
  • Durst, Hitzegefühl
  • Brustschmerzen
  • Vermehrter Appetit, Gewichtszunahme

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • niedrige Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Lymphozytenzahl vermindert)
  • verminderter Hämatokrit (zeigt eine Abnahme des Volumens der roten Blutkörperchen an)
  • Schwellung der Augenlider, des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, was zu Atemproblemen führen kann (Angioödem)
  • übermäßiger Verlust von Körperflüssigkeit (Dehydratation)
  • Halluzinationen
  • Ohnmacht, Bewusstseinsverlust, fast ohnmächtig werden (Präsynkope)
  • Anfälle
  • Auftreten von frischem Blut aus dem Anus in der Regel im oder mit dem Stuhl (Hämatochezie)
  • Durchbruch eines Organs oder des das Organ umfassenden Gewebes durch die Wand der Körperhöhle, in der es normalerweise liegt (Hernie)
  • Zahnschmerzen
  • Zahnkaries, Löcher in den Zähnen
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Schädigung der Leber aufgrund von Medikamenten-Toxizität
  • Kieferschmerzen
  • Eine Störung, gekennzeichnet durch einen plötzlichen unwiderstehlichen Drang zum Wasserlassen (Harndrang)
  • Unregelmäßige Monatsblutung, Blutung aus der Scheide, Trockenheit der weiblichen Vulva und Scheide
  • Kältegefühl in den Extremitäten (Hände, Füße)

Nicht bekannt (Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • geschwollene Drüsen im Hals, unter der Achsel oder in der Leiste (Lymphadenopathie)
  • Stimmungsschwankungen
  • irrationale Gedanken (Wahnvorstellungen)
  • Psychose
  • Verlust des sexuellen Verlangens
  • sich feindselig fühlen
  • Schweres Misstrauen (Paranoia)
  • Aggression
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • Alpträume
  • Verwirrtheit, Desorientiertheit
  • Gedächtnisstörung
  • Unruhe
  • Muskelsteifigkeit, unkontrollierte Bewegungen, Probleme beim Gehen oder der Koordination
  • verschwommenes Sehen, Augenschmerzen, Augenreizung, Augenschwellung, Augentränen, erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
  • Ohrenschmerzen, Ohrenbeschwerden
  • schwankender Blutdruck
  • Atembeschwerden
  • nasale Beschwerden, verstopfte Nase, laufende Nase, Niesen, Sinusstörungen
  • Halsschmerzen, Stimmstörungen, Husten, Gähnen
  • Hämorrhoiden, Ulkus
  • Diarrhoe
  • Wind (Blähungen)
  • Hepatitis
  • Akne
  • Leistenschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • ungewöhnlich häufiges Wasserlassen, Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schüttelfrost
  • vermehrte Energie

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Stand und Quelle des Nebenwirkungsabschnitts: Gebrauchsinformation (Information für Patienten), Mysimba 8 mg/90 mg Retardtabletten (Naltrexonhydrochlorid/Bupropionhydrochlorid). Zuletzt überarbeitet: Datum nicht angegeben (im Dokument nicht ausgewiesen).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nebenwirkungen von Mysimba

Hier finden Sie häufige Fragen zu Mysimba Nebenwirkungen, Warnzeichen und zur Einnahme. Die Antworten orientieren sich an der Gebrauchsinformation. Bei starken, anhaltenden oder sich verschlimmernden Beschwerden holen Sie ärztlichen Rat ein.

Grundlagen zu Mysimba

Mysimba enthält 2 Wirkstoffe: Naltrexonhydrochlorid und Bupropionhydrochlorid und wird bei fettleibigen oder übergewichtigen Erwachsenen zusammen mit einer kalorienreduzierten Diät und körperlicher Betätigung zum Gewichtsmanagement angewendet. Dieses Arzneimittel wirkt auf jene Bereiche im Gehirn, die die Nahrungsaufnahme und den Energieverbrauch kontrollieren.

Die Behandlung mit Mysimba kann von Ihrem Arzt nach 16 Wochen beendet werden, wenn Sie nicht mindestens 5 Prozent Ihres ursprünglichen Körpergewichts abgenommen haben. Ihr Arzt kann auch eine Beendigung der Behandlung empfehlen, wenn es Bedenken wegen eines erhöhten Blutdrucks oder andere Bedenken bezüglich der Sicherheit oder Verträglichkeit dieses Arzneimittels gibt.

Nebenwirkungen Überblick

Sehr häufig sind Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung und Kopfschmerzen.

Häufig sind unter anderem Angst, Schwindel oder Drehschwindel, Tremor, Schlafstörungen, Geschmacksstörung und Mundtrockenheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Fatigue und Schläfrigkeit, Tinnitus, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Hitzewallungen, erhöhter Blutdruck, Oberbauchschmerzen, Bauchschmerzen, Hyperhidrose, Ausschlag und Juckreiz, Haarausfall, Reizbarkeit und Gefühl der Zerfahrenheit.

Gelegentliche, seltene und nicht bekannte Nebenwirkungen sind in der vollständigen Liste nach Häufigkeit im medizinischen Teil oben aufgeführt.

Warnzeichen und sofortige Hilfe

Falls Sie darüber nachdenken, sich selbst zu verletzen, oder andere Besorgnis erregende Gedanken haben oder falls Sie sich depressiv fühlen und bemerken, dass es Ihnen schlechter geht oder bei Ihnen neue Symptome auftreten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt oder gehen Sie sofort in ein Krankenhaus.

Als Symptome werden z. B. Konvulsionen und üblicherweise Verlust des Bewusstseins genannt. Danach ist man möglicherweise verwirrt und hat keine Erinnerung daran, was passiert ist.

Erythema multiforme kann den Mund und andere Körperteile betreffen, mit roten, meist juckenden Stellen beginnend an den Gliedmaßen. Beim Stevens-Johnson-Syndrom werden schwere Blasenbildungen und Blutungen auf den Lippen, Augen, dem Mund, der Nase und den Genitalien beschrieben.

Genannt werden schwerwiegende Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen oder Muskelschwäche.

Wenn während der Einnahme Lupus-Schübe, -Hautausschläge oder -Läsionen (insbesondere in Bereichen, die der Sonne ausgesetzt sind) auftreten, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, da die Behandlung unter Umständen beendet werden muss.

Einnahme und Dosierung

Die Anfangsdosis beträgt in der Regel eine Tablette (8 mg Naltrexonhydrochlorid / 90 mg Bupropionhydrochlorid) einmal täglich morgens. Die Dosis wird schrittweise wie folgt angepasst: Woche 1: einmal täglich eine Tablette, morgens. Woche 2: zwei Tabletten täglich, eine morgens und eine abends. Woche 3: drei Tabletten täglich, zwei morgens und eine abends. Woche 4 und folgende: vier Tabletten täglich, zwei morgens und zwei abends. Die empfohlene Tageshöchstdosis von Mysimba beträgt zwei Tabletten zweimal täglich.

Lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen die nächste Dosis zur gewohnten Zeit. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, ist das Risiko größer, dass Sie einen Krampfanfall erleiden oder andere Nebenwirkungen auftreten. Warten Sie nicht ab, sondern informieren Sie sofort Ihren Arzt oder die Notfallaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses.

Verkehrstüchtigkeit

Fragen Sie vor dem Führen von Fahrzeugen oder dem Bedienen von Maschinen Ihren Arzt um Rat, da Mysimba Schwindel hervorrufen und Sie schläfrig machen kann, was Ihre Fähigkeit, sich zu konzentrieren und zu reagieren, herabsetzen kann. Führen Sie keine Fahrzeuge, verwenden Sie keine Werkzeuge, bedienen Sie keine Maschinen und betreiben Sie keine gefährlichen Aktivitäten, bis Sie wissen, wie sich dieses Arzneimittel auf Sie auswirkt. Wenn bei Ihnen während der Behandlung Bewusstseinsverlust, Muskelschwäche oder Krampfanfälle auftreten, führen Sie keine Fahrzeuge bzw. bedienen Sie keine Maschinen.

Quellen

  1. European Medicines Agency (EMA). Mysimba: EPAR Übersichtsseite. Seite.
  2. European Medicines Agency (EMA). Mysimba: EPAR Product Information (SmPC und Packungsbeilage, DE, PDF). Dokument.
  3. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Risikoinformation: Mysimba, potenzielles langfristiges kardiovaskuläres Risiko. Seite.
  4. European Medicines Agency (EMA). EMA concludes review of weight management medicine Mysimba (News). Seite.
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