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Retatrutid Spritze

Wirkstoff: Retatrutid

Alles zu Wirkung, Studienlage, Anwendung in Studien & aktueller Zulassungsstatus

Retatrutid ist derzeit nicht zugelassen und nur in Studien verfügbar.

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Dr. Nicolette Lammers geprüft. 

Was ist Retatrutid?

Retatrutid ist ein injizierbares Medikament in Entwicklung mit dem Wirkstoff Retatrutid. Der Wirkstoff wird derzeit in klinischen Studien zur Behandlung von Adipositas, Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen und Typ-2-Diabetes untersucht. Anders als klassische GLP-1-basierte Medikamente wirkt Retatrutid nicht nur über GLP-1, sondern zusätzlich auch über GIP- und Glukagon-Rezeptoren.

Die Anwendung erfolgt in Studien als einmal wöchentliche subkutane Injektion, also als Spritze unter die Haut. Erste Studienergebnisse gelten als vielversprechend. Dennoch ist wichtig: Retatrutid ist derzeit weder in Deutschland noch in der Europäischen Union zugelassen. The Body Clinic verschreibt Retatrutid aktuell nicht.

Wenn Sie sich für aktuell verfügbare Behandlungsoptionen interessieren, finden Sie weitere Informationen zum Abnehmen mit Spritzen sowie auf unseren Seiten zu Wegovy und Mounjaro.

Wenn Sie eine ärztliche Einschätzung zu aktuell verfügbaren Therapien wünschen, können Sie sich an unseren Standorten oder bundesweit online per Videosprechstunde beraten lassen.

Inhalt
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    Für wen ist Retatrutid geeignet?

    Retatrutid ist derzeit kein regulär verfügbares Arzneimittel, sondern ein Wirkstoff in klinischer Entwicklung. Im Rahmen der bisherigen Studien wird Retatrutid unter anderem bei Erwachsenen mit Adipositas, bei Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen sowie bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes untersucht.

    Ob Retatrutid später einmal für bestimmte Patient:innengruppen zugelassen wird, hängt von den weiteren Studienergebnissen und den Entscheidungen der Zulassungsbehörden ab. Für die individuelle medizinische Einordnung sind grundsätzlich nicht nur Gewicht und Body-Mass-Index relevant, sondern auch Begleiterkrankungen, Begleitmedikation, Verträglichkeit und das jeweilige Therapieziel.

    Für welche Anwendung ist Retatrutid zugelassen?

    Retatrutid ist derzeit weder in Deutschland noch in der Europäischen Union zugelassen. Es gibt aktuell keine reguläre Verschreibungsmöglichkeit und keine behördlich freigegebene Anwendung im klinischen Alltag. Der Wirkstoff wird weiterhin in Phase-3-Studien untersucht, unter anderem bei Adipositas und Typ-2-Diabetes.

    Wichtig ist diese Einordnung auch für Patient:innen in Deutschland: The Body Clinic verschreibt Retatrutid aktuell nicht. Wenn Sie sich für bereits verfügbare Behandlungsoptionen interessieren, finden Sie weitere Informationen zu medizinischem Abnehmen mit Spritzen, zu Wegovy und zu Mounjaro.

    Wie wirkt Retatrutid?

    Retatrutid ist ein sogenannter Triple-Agonist. Der Wirkstoff aktiviert gleichzeitig Rezeptoren für GIP, GLP-1 und Glukagon. Damit unterscheidet sich Retatrutid von derzeit verfügbaren Medikamenten wie Wegovy oder Mounjaro, die andere Wirkprofile haben.

    Nach bisherigem wissenschaftlichem Verständnis kann Retatrutid dadurch auf Appetit, Sättigung, Blutzuckerregulation und den Energiehaushalt Einfluss nehmen. In einer Phase-2-Studie bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht ohne Diabetes wurden unter Retatrutid deutliche Gewichtsreduktionen beobachtet. Solche Studienergebnisse sind jedoch noch keine Zulassung und kein fester Erwartungswert für den individuellen Fall.

    Wie wird Retatrutid angewendet?

    Retatrutid wird in klinischen Studien als subkutane Injektion angewendet, also als Spritze unter die Haut. Die Gabe erfolgt einmal wöchentlich. Da der Wirkstoff derzeit nicht zugelassen ist, gibt es in Deutschland keine regulär freigegebene Anwendungsempfehlung für den Alltag.

    Anwendung in Studien

    In den bisherigen Studien wurden unterschiedliche Dosierungsstärken untersucht. Dabei wurde der Wirkstoff schrittweise aufdosiert, um die Verträglichkeit zu verbessern. Solche Studienschemata sind jedoch nicht mit einer zugelassenen Standardtherapie gleichzusetzen und sollten nicht als Grundlage für eine eigenständige Anwendung verstanden werden.

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    Wer hat Retatrutid entwickelt?

    Hersteller

    Retatrutid wird von Eli Lilly entwickelt. Der Wirkstoff gehört zu den neueren medikamentösen Ansätzen im Bereich Adipositas und Typ-2-Diabetes und unterscheidet sich von vielen anderen Präparaten dadurch, dass er gleichzeitig an GIP-, GLP-1- und Glukagon-Rezeptoren wirkt.

    Verfügbarkeit in Deutschland

    Retatrutid ist in Deutschland derzeit nicht zugelassen und nicht regulär erhältlich. Der Wirkstoff befindet sich weiterhin in der klinischen Entwicklung und wird aktuell in Phase-3-Studien untersucht. Eine Verschreibung im regulären Behandlungsalltag ist daher derzeit nicht möglich. Wenn Sie sich für bereits verfügbare Behandlungsoptionen interessieren, finden Sie weitere Informationen auf unseren Seiten zu Wegovy und Mounjaro.

    Wo kann ich Retatrutid kaufen?

    Retatrutid ist aktuell nicht frei verkäuflich und in Deutschland nicht regulär über Apotheken erhältlich. Der Wirkstoff ist derzeit nur im Rahmen klinischer Studien verfügbar. The Body Clinic bietet Retatrutid aktuell nicht an und verschreibt es derzeit nicht.

    Welche medikamentösen Optionen derzeit tatsächlich verfügbar sind und im individuellen Fall medizinisch infrage kommen, sollte immer ärztlich geprüft werden. Einen Überblick zu unseren aktuell verfügbaren Programmen finden Sie auf unserer Seite Preise für medizinisches Abnehmen.

    Was sind mögliche Nebenwirkungen?

    Die bisher veröffentlichten Studiendaten zeigen vor allem Magen-Darm-Beschwerden als häufige Nebenwirkungen. Diese traten besonders während der Aufdosierung auf und wurden auch aus anderen inkretinbasierten Therapien in ähnlicher Form beschrieben.

    • Übelkeit
    • Durchfall
    • Erbrechen
    • Verstopfung
    • verminderter Appetit

    In Studien wurden zusätzlich unter anderem Missempfindungen wie Dysästhesien sowie vorübergehende Anstiege der Herzfrequenz beobachtet. Da Retatrutid noch nicht zugelassen ist, wird das Sicherheitsprofil weiterhin in laufenden Studien untersucht. Gerade deshalb ist wichtig, den Wirkstoff nicht als regulär verfügbare Therapie zu betrachten.

    Wann sollte ärztlich reagiert werden?

    Da Retatrutid derzeit kein zugelassenes Arzneimittel für den regulären Versorgungsalltag ist, sollte eine Anwendung außerhalb klinischer Studien grundsätzlich nicht eigenständig erfolgen. Unabhängig davon sollten starke oder anhaltende Beschwerden wie heftige Bauchschmerzen, wiederholtes Erbrechen, deutlicher Flüssigkeitsverlust oder sich rasch verschlechternde Symptome immer zeitnah medizinisch abgeklärt werden.

    Sicherheit, Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

    Für Retatrutid gibt es derzeit in Deutschland keine zugelassene Fachinformation für die reguläre Anwendung im Alltag. Das bedeutet auch, dass keine behördlich freigegebene Standardanwendung, keine regulären Dosierungsempfehlungen und keine im Versorgungsalltag verbindlich etablierten Gegenanzeigen für Patient:innen außerhalb klinischer Studien vorliegen.

    Nach bisherigem Wissensstand wird der Wirkstoff weiterhin auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft. Wie bei anderen inkretinbasierten Wirkstoffen können vor allem Magen-Darm-Beschwerden, Verträglichkeit während der Aufdosierung und mögliche kardiometabolische Effekte relevant sein. Eine eigenständige Anwendung oder Beschaffung sollte deshalb nicht erfolgen.

    Schwangerschaft und Stillzeit

    Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte Retatrutid derzeit nicht angewendet werden. Da der Wirkstoff noch nicht zugelassen ist und sich weiterhin in klinischer Entwicklung befindet, sollte auch bei Kinderwunsch immer auf bereits zugelassene und ärztlich bewertete Alternativen zurückgegriffen werden.

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    Worin unterscheidet sich Retatrutid von anderen Medikamenten?

    Der wichtigste Unterschied liegt nicht nur im Wirkstoff, sondern vor allem im Entwicklungsstatus und im Wirkmechanismus. Retatrutid ist derzeit kein zugelassenes Arzneimittel, sondern ein Wirkstoff in klinischer Entwicklung. Nach aktuellem Kenntnisstand wirkt Retatrutid gleichzeitig an GIP-, GLP-1- und Glukagon-Rezeptoren und unterscheidet sich damit von derzeit verfügbaren Medikamenten zur Gewichtsreduktion oder Diabetesbehandlung.

    Aktuell verfügbare Präparate wie Wegovy, Mounjaro oder Ozempic sind bereits zugelassen und im medizinischen Alltag einsetzbar. Retatrutid wird dagegen weiterhin in Studien geprüft und von The Body Clinic aktuell nicht verschrieben.

    Retatrutid vs. Wegovy

    Wegovy enthält Semaglutid und ist in der Europäischen Union zur Gewichtsregulierung zugelassen. Retatrutid ist dagegen noch nicht zugelassen. Auch beim Wirkmechanismus gibt es Unterschiede: Wegovy wirkt als GLP-1-Rezeptoragonist, während Retatrutid als Triple-Agonist an GIP-, GLP-1- und Glukagon-Rezeptoren untersucht wird.

    Retatrutid vs. Mounjaro

    Mounjaro enthält Tirzepatid und wirkt an GIP- und GLP-1-Rezeptoren. Retatrutid geht nach bisherigem Forschungsstand noch einen Schritt weiter und aktiviert zusätzlich den Glukagon-Rezeptor. Beide Wirkstoffe werden als einmal wöchentliche Injektion untersucht beziehungsweise angewendet, Retatrutid ist jedoch weiterhin ein Prüfpräparat und nicht regulär verfügbar.

    Retatrutid vs. Ozempic

    Ozempic enthält Semaglutid und ist in erster Linie auf die Behandlung von Typ-2-Diabetes ausgerichtet. Retatrutid wird zwar ebenfalls unter anderem bei Typ-2-Diabetes untersucht, ist aber derzeit noch nicht zugelassen. Auch hier unterscheidet sich der Wirkmechanismus deutlich, weil Ozempic über GLP-1 wirkt, während Retatrutid als Triple-Agonist entwickelt wird.

    Erstattet die Krankenkasse Retatrutid?

    Retatrutid ist derzeit nicht zugelassen und in Deutschland nicht regulär erhältlich. Schon deshalb ist eine Kostenübernahme im Versorgungsalltag aktuell nicht zu erwarten. Unabhängig davon sind Arzneimittel, die zur Abmagerung, zur Zügelung des Appetits oder zur Regulierung des Körpergewichts dienen, in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland grundsätzlich ausgeschlossen.

    Wenn Sie sich zu aktuell verfügbaren und tatsächlich verordnungsfähigen Optionen informieren möchten, finden Sie einen Überblick auf unserer Seite Preise für medizinisches Abnehmen.

    Wie kann ich Retatrutid absetzen?

    Da Retatrutid derzeit kein zugelassenes Arzneimittel im regulären Behandlungsalltag ist, gibt es keine etablierte alltagsmedizinische Standardempfehlung zum Absetzen wie bei bereits zugelassenen Medikamenten. Wenn Retatrutid im Rahmen einer klinischen Studie angewendet wird, sollten Änderungen, Pausen oder das Absetzen ausschließlich nach Rücksprache mit dem zuständigen Studienteam erfolgen.

    Wichtig ist außerdem: Retatrutid sollte nicht eigenständig beschafft oder außerhalb geregelter medizinischer Strukturen angewendet werden. Wenn bereits eine Anwendung erfolgt ist und Beschwerden, Unsicherheiten oder Fragen zur weiteren Vorgehensweise bestehen, sollte dies zeitnah ärztlich besprochen werden. Einen Überblick zu aktuell verfügbaren medizinisch begleiteten Programmen finden Sie unter medizinisches Abnehmen.

    Häufig gestellte Fragen zu Retatrutid

    Retatrutid ist derzeit kein regulär verfügbares Arzneimittel. Lilly beschreibt den Wirkstoff als investigational once-weekly triple hormone receptor agonist und gibt an, dass er noch nicht für die öffentliche Anwendung verfügbar ist. Die laufende EMA-Dokumentation bezieht sich derzeit auf einen pädiatrischen Prüfplan, nicht auf eine reguläre Zulassung.
    Derzeit nicht regulär. Nach Angaben von Lilly ist Retatrutid aktuell nur im Rahmen klinischer Studien legal verfügbar und nicht für den allgemeinen Markt bestimmt.
    Retatrutid wird aktuell unter anderem bei Adipositas, Typ-2-Diabetes, Schmerzen bei Kniearthrose, obstruktiver Schlafapnoe, chronischen Rückenschmerzen sowie kardiovaskulären und renalen Endpunkten untersucht.
    In klinischen Studien wird Retatrutid als einmal wöchentliche subkutane Injektion angewendet, also als Spritze unter die Haut. Auch die EMA-PIP für Adipositas nennt eine Lösung zur Injektion zur subkutanen Anwendung.
    Retatrutid ist ein Triple-Agonist. Der Wirkstoff aktiviert gleichzeitig Rezeptoren für GIP, GLP-1 und Glukagon. Genau dieser dreifache Wirkansatz unterscheidet Retatrutid von klassischen GLP-1-basierten Medikamenten und auch von Dual-Agonisten wie Tirzepatid.
    In Studien wurden deutliche Gewichtsreduktionen beobachtet. In der Phase-2-Studie bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht wurden unter den höheren Dosen nach 48 Wochen im Mittel starke Gewichtsverluste berichtet. Solche Studiendaten sind aber kein fester Erwartungswert für den Einzelfall und ersetzen keine Zulassung.
    Bisher wurden vor allem Magen-Darm-Beschwerden beschrieben, insbesondere Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung. In der Phase-2-Studie wurden außerdem dosisabhängig weitere unerwünschte Wirkungen beobachtet, weshalb Sicherheit und Verträglichkeit weiter in Phase 3 untersucht werden.
    Das lässt sich derzeit nicht pauschal beantworten. Retatrutid ist noch nicht zugelassen und wird weiter untersucht. Direkte alltagsmedizinische Vergleiche mit bereits zugelassenen Medikamenten wie Semaglutid oder Tirzepatid sind deshalb nur eingeschränkt sinnvoll. Studienergebnisse zu Retatrutid sind vielversprechend, aber noch Teil der klinischen Entwicklung.
    Derzeit ist nicht mit einer regulären Kostenübernahme zu rechnen. Retatrutid ist aktuell nicht für die öffentliche Anwendung verfügbar. Unabhängig davon sind Arzneimittel zur Abmagerung, Appetitzügelung oder Regulierung des Körpergewichts in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland grundsätzlich ausgeschlossen.
    Da Retatrutid derzeit kein zugelassenes Standardarzneimittel im Versorgungsalltag ist, gibt es keine reguläre Fachinformation für die alltägliche Anwendung in Deutschland. Wenn der Wirkstoff im Rahmen einer Studie angewendet wird, sollten Änderungen oder das Absetzen ausschließlich mit dem zuständigen Studienteam oder ärztlich besprochen werden.

    Quellen

    1. Jastreboff, A.M., Kaplan, L.M., Frías, J.P. et al. 2023. Triple-Hormone-Receptor Agonist Retatrutide for Obesity – A Phase 2 Trial. New England Journal of Medicine. Studie lesen.
    2. Eli Lilly and Company. What to know about retatrutide. Seite aufrufen.
    3. Eli Lilly and Company. Retatrutide: positive Phase-3-Ergebnisse bei Adipositas und Kniearthrose. Pressemitteilung lesen.
    4. Eli Lilly and Company. Retatrutide: positive Phase-3-Ergebnisse bei Typ-2-Diabetes. Pressemitteilung lesen.
    5. ClinicalTrials.gov. A Study of Retatrutide (LY3437943) in Participants Who Have Obesity or Overweight (TRIUMPH-1). Studienregister aufrufen.
    6. ClinicalTrials.gov. Effect of Retatrutide Compared With Placebo in Adult Participants With Type 2 Diabetes and Inadequate Glycemic Control With Diet and Exercise Alone (TRANSCEND-T2D-1). Studienregister aufrufen.
    7. European Medicines Agency (EMA). Retatrutide: Paediatric Investigation Plan (EMEA-003258-PIP02-23). EMA-Seite aufrufen.
    8. European Medicines Agency (EMA). Retatrutide: EMA decision of 13 September 2024 on the agreement of a paediatric investigation plan. PDF öffnen.
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