Alkohol und Bauchfett werden häufig miteinander in Verbindung gebracht. Viele Menschen merken, dass der Bauchumfang zunimmt, obwohl sie im Alltag gar nicht das Gefühl haben, deutlich mehr zu essen. Besonders Begriffe wie „Alkohol Bauchfett“, „Bierbauch loswerden“, „abnehmen Alkohol“ oder „Alkohol hemmt Fettabbau“ werden oft gesucht, wenn das Gewicht stagniert oder der Bauch trotz Diät bleibt.
Alkohol kann das Abnehmen erschweren, weil er zusätzliche Kalorien liefert, kaum sättigt, Essentscheidungen beeinflusst und den Fettstoffwechsel vorübergehend verändern kann. Das bedeutet aber nicht, dass jedes Glas automatisch zu Bauchfett wird. Entscheidend sind Menge, Häufigkeit, Kalorienbilanz, Schlaf, Bewegung, Ernährung und individuelle Stoffwechselfaktoren.
Dieser Beitrag erklärt, warum Alkohol beim Abnehmen eine Rolle spielt, wie ein Bierbauch entstehen kann, was Alkohol mit Kalorien und Fettabbau zu tun hat und welche Schritte helfen können, Bauchfett langfristig zu reduzieren.
Wenn Sie grundsätzlich Gewicht reduzieren möchten und nicht genau wissen, warum der Bauchumfang trotz Bemühungen bleibt, kann eine ärztliche Einordnung sinnvoll sein. Bei The Body Clinic betrachten wir Gewicht, Bauchumfang, Essverhalten, Bewegung, Schlaf, Alkohol, Stoffwechsel und mögliche Begleiterkrankungen gemeinsam. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zum medizinisch begleiteten Abnehmen.
Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie sehr viel Alkohol trinken, Alkohol schwer reduzieren können, Entzugssymptome bemerken, Leberwerte auffällig sind oder Beschwerden wie Gelbfärbung der Haut, starke Müdigkeit, Bauchschmerzen, Wassereinlagerungen oder Zittern auftreten, sollte dies medizinisch abgeklärt werden.
Alkohol, Bauchfett und Abnehmen
Alkohol verhindert Abnehmen nicht automatisch, kann es aber deutlich schwerer machen. Besonders relevant sind zusätzliche Kalorien, Heißhunger, schlechterer Schlaf, weniger Bewegung und eine veränderte Esskontrolle.
- Alkohol liefert viele Kalorien: 1 g Alkohol enthält etwa 7 kcal.
- Bierbauch entsteht nicht nur durch Bier: Auch Wein, Cocktails, Longdrinks und Snacks können beitragen.
- Fettabbau kann vorübergehend zurückstehen: Der Körper priorisiert den Abbau von Alkohol.
- Bauchfett ist gesundheitlich relevant: Vor allem viszerales Fett im Bauchraum kann Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-Risiko beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
- Verursacht Alkohol mehr Fett am Bauch?
- Alkohol, Kalorien und Abnehmen: Warum Getränke oft unterschätzt werden
- Hemmt Alkohol den Fettabbau?
- Bierbauch loswerden: Was wirklich hilft
- Warum Alkohol oft zu mehr Essen führt
- Warum Bauchfett nicht nur ein optisches Thema ist
- Alkohol reduzieren: Was beim Abnehmen realistisch hilft
- Wann medizinische Unterstützung sinnvoll ist
- Häufige Fragen
- Fazit
Verursacht Alkohol mehr Fett am Bauch?
Alkohol führt nicht automatisch dazu, dass Fett ausschließlich am Bauch gespeichert wird. Bauchfett entsteht grundsätzlich dann, wenn über längere Zeit mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird. Alkohol kann diesen Prozess aber begünstigen, weil alkoholische Getränke zusätzliche Kalorien liefern, kaum sättigen und häufig mit energiereichen Snacks, größeren Mahlzeiten oder späterem Essen kombiniert werden.
Der sogenannte Bierbauch entsteht deshalb selten durch Bier allein. Häufig ist es die Kombination aus regelmäßigem Alkohol, zusätzlichen Kalorien, weniger Bewegung, schlechterem Schlaf, salzigen Snacks und einer insgesamt ungünstigen Energiebilanz.
Hinzu kommt: Der Körper baut Alkohol bevorzugt ab, weil er ihn nicht speichern kann. Während dieser Zeit kann die Nutzung anderer Energieträger vorübergehend in den Hintergrund treten. Für den langfristigen Fettabbau ist aber vor allem entscheidend, ob Alkohol regelmäßig dazu führt, dass ein Kaloriendefizit ausbleibt.
Wichtig ist auch: Bauchfett lässt sich nicht gezielt nur am Bauch wegtrainieren. Wer einen Bierbauch loswerden möchte, braucht in der Regel einen Ansatz, der Ernährung, Alkoholmenge, Bewegung, Krafttraining, Schlaf und Stoffwechsel zusammen betrachtet. Eine allgemeine Einordnung dazu finden Sie auch im Beitrag am Bauch abnehmen.
Merksatz: Alkohol wird nicht automatisch direkt zu Bauchfett. Er kann aber dazu beitragen, dass mehr Kalorien aufgenommen werden, Fettabbau schwerer fällt und Bauchfett langfristig bestehen bleibt.
Alkohol, Kalorien und Abnehmen: Warum Getränke oft unterschätzt werden
Beim Abnehmen denken viele zuerst an Essen. Getränke werden dagegen oft unterschätzt. Gerade Alkohol kann jedoch schnell relevante Kalorien liefern. Reiner Alkohol enthält etwa 7 kcal pro Gramm. Damit liegt Alkohol energetisch fast zwischen Kohlenhydraten und Fett.
Zusätzlich enthalten viele alkoholische Getränke weitere Kalorien aus Zucker, Saft, Sirup, Sahne, Limonade oder Malz. Deshalb können Cocktails, Biermixgetränke, süße Longdrinks und größere Weingläser die Kalorienbilanz deutlich beeinflussen.
Kalorien alkoholischer Getränke: Beispiele pro 100 ml
Die folgenden Werte sind grobe Orientierungswerte pro 100 ml. Sie können je nach Alkoholgehalt, Marke, Rezeptur, Zuckeranteil und Portionsgröße deutlich abweichen. Besonders Cocktails und Longdrinks sind schwer vergleichbar, weil Mixer, Sirup, Saft oder Sahne oft den größten Unterschied machen.
Pils / Lager
ca. 40–50 kcal pro 100 ml
Relevant, weil Bier oft in größeren Mengen getrunken wird. 300 oder 500 ml fallen in der Tagesbilanz stärker auf als 100 ml.
Weizenbier
ca. 40–55 kcal pro 100 ml
Ähnlich wie andere Biere, aber durch typische 500-ml-Portionen schnell relevant für die Kalorienbilanz.
Alkoholfreies Bier
ca. 20–35 kcal pro 100 ml
Kann helfen, Alkohol zu reduzieren. Trotzdem lohnt ein Blick auf Zucker und Kalorien, besonders bei mehreren Flaschen.
Weißwein trocken
ca. 70–85 kcal pro 100 ml
Die Kalorien kommen vor allem aus Alkohol. Große Gläser werden beim Abnehmen oft unterschätzt.
Rotwein trocken
ca. 75–90 kcal pro 100 ml
Nicht automatisch „leichter“ als Bier, weil pro 100 ml meist mehr Kalorien enthalten sind. Die Portion ist entscheidend.
Sekt / Prosecco
ca. 70–90 kcal pro 100 ml
Je nach Restzucker unterschiedlich. Trockene Varianten sind meist kalorienärmer als süße.
Likör
ca. 250–350 kcal pro 100 ml
Sehr energiereich, weil Alkohol und Zucker zusammenkommen. Auch kleine Mengen können relevant sein.
Wodka, Gin, Rum, Whisky pur
ca. 220–250 kcal pro 100 ml
Pro 100 ml sehr kalorienreich. In der Praxis sind die Portionen kleiner, Mixer können aber zusätzlich viele Kalorien liefern.
Gin Tonic / Wodka Lemon
ca. 70–120 kcal pro 100 ml
Die Kalorien hängen stark vom Mixer ab. Zuckerhaltige Limonade oder Tonic Water erhöhen die Energiedichte deutlich.
Aperol Spritz
ca. 90–130 kcal pro 100 ml
Alkohol, Prosecco und Zucker machen ihn relevanter, als der leichte Geschmack vermuten lässt.
Mojito / Caipirinha
ca. 120–180 kcal pro 100 ml
Zucker, Sirup oder Saft machen viele Cocktails beim Abnehmen besonders relevant.
Piña Colada / cremige Cocktails
ca. 180–250 kcal pro 100 ml
Besonders kalorienreich, weil Alkohol, Saft, Sirup, Kokoscreme oder Sahne zusammenkommen.
Für den Fettabbau bleibt ein Kaloriendefizit entscheidend. Alkohol kann dieses Defizit schnell verkleinern oder aufheben, besonders wenn zusätzlich Snacks, spätes Essen oder größere Portionen dazukommen.
Hemmt Alkohol den Fettabbau?
Die Aussage „Alkohol hemmt Fettabbau“ ist etwas vereinfacht, aber im Kern nachvollziehbar. Der Körper kann Alkohol nicht speichern wie Fett oder Kohlenhydrate. Deshalb wird Alkohol bevorzugt abgebaut. Während der Körper damit beschäftigt ist, Alkohol zu verarbeiten, kann die Nutzung anderer Energieträger vorübergehend in den Hintergrund treten.
Das bedeutet nicht, dass ein einzelnes Getränk den gesamten Fettabbau zerstört. Entscheidend ist, ob Alkohol regelmäßig dazu führt, dass Sie über Ihrer Kalorienbilanz liegen, schlechter schlafen, weniger trainieren oder häufiger energiereich essen.
Typische Mechanismen sind:
- Alkohol liefert zusätzliche Kalorien, ohne gut zu sättigen.
- Der Körper priorisiert den Alkoholabbau.
- Fettabbau kann dadurch vorübergehend weniger im Vordergrund stehen.
- Alkohol kann Appetit und Essentscheidungen beeinflussen.
- Schlechter Schlaf nach Alkohol kann Hunger und Energielevel am nächsten Tag verändern.
Gerade wer bereits eine Abnehmstrategie verfolgt, sollte Alkohol deshalb nicht nur als „Getränk“, sondern als Teil der gesamten Energiebilanz betrachten. Das gilt besonders, wenn das Gewicht stagniert oder der Bauchumfang trotz Ernährung und Sport nicht sinkt.
Bierbauch loswerden: Was wirklich hilft
Wer einen Bierbauch loswerden möchte, sucht oft nach einer schnellen Lösung. Einzelne Bauchübungen, Detox-Kuren oder radikale Verbote bringen langfristig aber meist wenig. Ein Bierbauch verschwindet nicht durch Sit-ups allein, sondern durch eine nachhaltige Reduktion von Körperfett und Bauchumfang.
Wichtig ist: Der Bauch ist oft die Stelle, an der Veränderungen besonders sichtbar werden, aber nicht die Stelle, die man gezielt isoliert „wegtrainieren“ kann. Der Körper entscheidet individuell, wo Fett zuerst und zuletzt abgebaut wird.
Hilfreich sind vor allem:
- Alkoholmenge reduzieren: weniger häufig, kleinere Mengen, bewusste alkoholfreie Tage.
- Kalorien realistisch einordnen: Getränke, Snacks und Wochenenden mitdenken.
- Eiweißreich essen: unterstützt Sättigung und Muskelerhalt.
- Ballaststoffe erhöhen: Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn und Obst helfen bei Sättigung.
- Krafttraining einbauen: Muskelmasse unterstützt den langfristigen Energieverbrauch.
- Alltagsbewegung steigern: Schritte, Spaziergänge und Aktivität im Alltag zählen.
- Schlaf verbessern: schlechter Schlaf kann Hunger und Essverhalten ungünstig beeinflussen.
Wenn Sie gezielt verstehen möchten, warum Männer häufig stärker am Bauch zunehmen, kann auch der Beitrag Abnehmen bei Männern: Bauchfett und Stoffwechsel sinnvoll sein. Für Training und Körperzusammensetzung empfehlen wir außerdem den Artikel Krafttraining beim Abnehmen.
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Bauchumfang und Gewicht medizinisch einordnen lassen
Wenn Bauchfett, Gewicht oder Stoffwechsel trotz weniger Alkohol, Ernährung und Bewegung belasten, kann eine ärztliche Einschätzung helfen. Wir prüfen, welcher Weg realistisch und medizinisch sinnvoll sein kann.
Warum Alkohol oft zu mehr Essen führt
Alkohol beeinflusst nicht nur die Kalorienbilanz durch das Getränk selbst. Viele Menschen essen nach Alkohol anders. Snacks, Fast Food, größere Portionen oder spätes Essen kommen häufiger vor, weil Hemmungen sinken, Hunger stärker wahrgenommen wird oder geplante Ernährungsentscheidungen weniger konsequent umgesetzt werden.
Typische Situationen sind:
- ein Bier nach Feierabend plus Chips oder Nüsse,
- Wein zum Essen und danach Dessert,
- Cocktails mit zuckerreichen Zutaten,
- spätes Essen nach dem Ausgehen,
- weniger Bewegung am nächsten Tag,
- mehr Appetit durch schlechten Schlaf.
Dadurch wird Alkohol beim Abnehmen oft doppelt relevant: erst durch die Kalorien im Getränk, dann durch die Folgeentscheidungen rund ums Essen. Wer regelmäßig alkoholische Getränke reduziert, merkt deshalb häufig nicht nur weniger Getränkekalorien, sondern auch mehr Kontrolle über Snacks und Portionsgrößen.
Wenn Essen häufig aus Stress, Müdigkeit oder Gewohnheit passiert, kann der Beitrag emotionales Essen erkennen helfen, Muster besser einzuordnen.
Warum Bauchfett nicht nur ein optisches Thema ist
Bauchfett ist nicht nur eine Frage der Optik. Besonders viszerales Fett, also Fett im Bauchraum rund um die inneren Organe, ist stoffwechselaktiv. Es kann mit Insulinresistenz, Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko zusammenhängen.
Deshalb ist der Bauchumfang oft eine wichtige Ergänzung zum Gewicht auf der Waage. Zwei Menschen können das gleiche Gewicht haben, aber eine unterschiedliche Fettverteilung und damit ein unterschiedliches gesundheitliches Risiko.
Wenn der Bauchumfang zunimmt, lohnt sich ein genauer Blick auf Ernährung, Alkohol, Bewegung, Schlaf und Stoffwechselwerte. Das gilt besonders, wenn zusätzlich Müdigkeit, Heißhunger, erhöhte Blutzuckerwerte, Bluthochdruck oder familiäre Risiken bestehen.
Wenn Insulinresistenz, Heißhunger oder Blutzuckerschwankungen eine Rolle spielen könnten, finden Sie weitere Informationen im Beitrag Insulinresistenz und Abnehmen.
Wann ärztliche Abklärung wichtig ist
- deutlich zunehmender Bauchumfang ohne erkennbare Ursache
- auffällige Leberwerte oder Verdacht auf Fettleber
- starke Müdigkeit, Gelbfärbung der Haut oder Wassereinlagerungen
- Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder erhöhte Blutzuckerwerte
- regelmäßiger hoher Alkoholkonsum
- Schwierigkeiten, Alkohol zu reduzieren
- Zittern, Schwitzen, Unruhe oder Schlafprobleme ohne Alkohol
Alkohol reduzieren: Was beim Abnehmen realistisch hilft
Für viele Menschen ist nicht die Frage, ob sie Alkohol für immer komplett streichen müssen. Häufig ist der erste sinnvolle Schritt, Menge, Häufigkeit und Situationen bewusster zu steuern. Aus gesundheitlicher Sicht gilt: Je weniger Alkohol, desto besser. Für den Abnehmprozess kann schon eine deutliche Reduktion helfen, Kalorien einzusparen und Essentscheidungen stabiler zu machen.
Praktische Schritte können sein:
- Alkoholfreie Tage planen: nicht spontan, sondern fest im Wochenrhythmus.
- Portionen messen: größere Gläser und Nachschenken machen Mengen schwer einschätzbar.
- Wasser dazwischen trinken: hilft beim Tempo und bei der bewussten Menge.
- Keine Kalorien „aufsparen“: tagsüber hungern und abends trinken führt oft zu Heißhunger.
- Snacks vorher planen: eiweißreiche Mahlzeiten senken das Risiko für spätes Überessen.
- Alkoholfreie Alternativen testen: besonders bei Gewohnheitsmomenten wie Feierabend oder Restaurant.
- Wochenende mitdenken: viele Kalorien entstehen nicht täglich, sondern gebündelt an sozialen Abenden.
Wenn Sie häufiger beruflich, privat oder im Urlaub mit Alkohol, Buffet und Restaurantessen umgehen müssen, passt ergänzend der Artikel Abnehmen im Urlaub. Dort geht es um realistische Balance statt strenge Verbote.
Merksatz: Alkohol zu reduzieren ist beim Abnehmen oft wirksamer als komplizierte Diätregeln, weil gleichzeitig Getränkekalorien, Snacks, Heißhunger und schlechter Schlaf beeinflusst werden können.
Wann medizinische Unterstützung sinnvoll ist
Medizinische Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Bauchfett, Gewicht oder Stoffwechselwerte trotz eigener Bemühungen nicht besser werden. Das gilt besonders, wenn Übergewicht oder Adipositas besteht, der Bauchumfang deutlich erhöht ist oder Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Insulinresistenz, erhöhte Blutfette oder Fettleber im Raum stehen.
Bei The Body Clinic wird Abnehmen nicht isoliert betrachtet. Wichtig sind unter anderem Ausgangsgewicht, Bauchumfang, Essverhalten, Alkohol, Schlaf, Bewegung, Medikamente, Blutwerte und Alltag. Für manche Menschen ist zunächst ein strukturiertes Konzept zum Abnehmen ohne Medikamente sinnvoll.
Wenn eine medikamentöse Unterstützung grundsätzlich infrage kommt, sollte dies ärztlich geprüft werden. Abnehmmedikamente ersetzen keine Ernährungsstrategie, keine Diagnostik und keinen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Einen Überblick finden Sie auf unserer Seite zu Medikamenten zum Abnehmen.
Wer bereits Medikamente zur Gewichtsreduktion nutzt oder prüft, sollte Alkohol individuell ärztlich einordnen lassen. Gerade Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Essmenge und Verträglichkeit können eine Rolle spielen. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Beitrag Semaglutid und Alkohol.
Wenn Sie klären möchten, welcher Weg zu Ihrer Situation passt, können Sie eine ärztliche Eignungsprüfung nutzen. Informationen zur finanziellen Einordnung finden Sie auf unserer Seite zu den Kosten für medizinisches Abnehmen.
Online oder vor Ort
Abnehmen mit medizinischer Begleitung starten
Wenn Bauchfett, Alkohol, Heißhunger oder Stoffwechselwerte zusammenkommen, hilft ein strukturierter Blick auf die Ursachen. Im Erstgespräch klären wir, welche Begleitung medizinisch sinnvoll ist und ob ein Termin vor Ort oder online besser passt.
Häufige Fragen
Verursacht Alkohol mehr Fett am Bauch?
Alkohol führt nicht automatisch zu Fett ausschließlich am Bauch. Er kann Bauchfett aber begünstigen, weil er zusätzliche Kalorien liefert, kaum sättigt, den Alkoholabbau im Körper priorisiert und häufig mit Snacks, größeren Mahlzeiten oder schlechterem Schlaf zusammenkommt.
Hemmt Alkohol den Fettabbau?
Alkohol kann den Fettabbau vorübergehend ungünstig beeinflussen, weil der Körper Alkohol bevorzugt abbaut. Entscheidend ist aber vor allem, ob Alkohol regelmäßig das Kaloriendefizit erschwert oder zu mehr Essen, schlechterem Schlaf und weniger Bewegung führt.
Wie viele Kalorien hat Alkohol?
Reiner Alkohol enthält etwa 7 kcal pro Gramm. Dazu kommen je nach Getränk weitere Kalorien aus Zucker, Saft, Sirup, Sahne, Malz oder Limonade. Deshalb können Cocktails, Biermixgetränke und Longdrinks besonders kalorienreich sein.
Kann man abnehmen und trotzdem Alkohol trinken?
Grundsätzlich ist Abnehmen trotz Alkohol möglich, wenn insgesamt ein Kaloriendefizit entsteht. Praktisch erschwert Alkohol das Abnehmen aber häufig. Wer Gewicht oder Bauchfett reduzieren möchte, profitiert oft davon, Alkoholmenge und Häufigkeit deutlich zu senken.
Wie kann man einen Bierbauch loswerden?
Ein Bierbauch lässt sich nicht gezielt nur durch Bauchübungen loswerden. Entscheidend sind weniger Alkohol, ein realistisches Kaloriendefizit, eiweißreiche Ernährung, mehr Bewegung, Krafttraining, Schlaf und eine langfristige Veränderung der Gewohnheiten.
Ist Bier schlimmer als Wein beim Abnehmen?
Nicht unbedingt. Entscheidend sind Alkoholmenge, Portionsgröße, Kalorien, Trinkhäufigkeit und das Essen dazu. Bier kann durch größere Mengen relevant werden, Wein durch große Gläser, Cocktails und Longdrinks durch Zucker und Mixer.
Warum habe ich nach Alkohol mehr Hunger?
Alkohol kann Essentscheidungen, Appetit und Selbstkontrolle beeinflussen. Außerdem wird Alkohol oft in Situationen getrunken, in denen energiereiche Snacks, Restaurantessen oder spätes Essen leichter verfügbar sind.
Wann sollte Alkoholkonsum medizinisch abgeklärt werden?
Medizinische Hilfe ist wichtig, wenn Sie Alkohol schwer reduzieren können, regelmäßig hohe Mengen trinken, Entzugssymptome bemerken oder Beschwerden wie Zittern, starkes Schwitzen, Gelbfärbung der Haut, auffällige Leberwerte, starke Müdigkeit oder Bauchschmerzen auftreten.
Fazit: Alkohol kann Bauchfett begünstigen, aber der gesamte Alltag zählt
Alkohol ist beim Abnehmen kein kleines Detail. Er liefert relevante Kalorien, sättigt kaum, kann den Fettabbau vorübergehend ungünstig beeinflussen und führt häufig zu mehr Snacks, schlechterem Schlaf und weniger Bewegung.
Wer einen Bierbauch loswerden oder Bauchfett reduzieren möchte, sollte deshalb nicht nur auf Ernährung und Sport schauen, sondern auch auf Alkoholmenge, Trinkhäufigkeit, Schlaf, Stress und Essmuster. Schon weniger Alkohol kann helfen, die Kalorienbilanz zu verbessern und wieder mehr Kontrolle über den Alltag zu bekommen.
Wenn Bauchfett, Gewicht oder Stoffwechselwerte trotz Bemühungen belastend bleiben, kann eine ärztliche Einordnung helfen, Ursachen besser zu verstehen und die nächsten Schritte realistisch zu planen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Alkohol. Informationen zu Alkohol als energielieferndem, nicht essenziellem Nährstoff und zum Energiegehalt von Alkohol.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Neues Positionspapier zu Alkohol. Einordnung gesundheitlicher Risiken und Empfehlung, keinen oder möglichst wenig Alkohol zu trinken.
- BZgA / Kenn dein Limit: Alkohol und Übergewicht. Informationen zu Alkohol, Kalorien und Gewichtszunahme.
- BZgA / Kenn dein Limit: Kalorien sparen durch Alkoholverzicht. Informationen zum Kaloriengehalt alkoholischer Getränke.
- NHS: Calories in alcohol. Informationen dazu, warum Alkohol beim Abnehmen als Kalorienquelle berücksichtigt werden sollte.
- Traversy G, Chaput J-P. Alcohol Consumption and Obesity: An Update. Current Obesity Reports. 2015. Überblick zur komplexen Beziehung zwischen Alkoholkonsum und Körpergewicht.
- Ross R, Neeland IJ, Yamashita S, et al. Waist circumference as a vital sign in clinical practice. Nature Reviews Endocrinology. 2020. Konsenspapier zur Bedeutung des Bauchumfangs für viszerales Fett und kardiometabolisches Risiko.